Kircheneintritt

Sie überlegen (wieder) in die Kirche einzutreten ...
... dann können Sie hier Hilfestellungen für Ihre Überlegungen finden.

Ein Kircheneintritt ist nicht besonders schwer, wenn auch etwas aufwendiger als der Kirchenaustritt: Machen Sie einen Gesprächstermin mit einer Pfarrerin/einem Pfarrer aus (i.d.R. ist der Pfarrer der Wohnortgemeinde zuständig, Sie können aber auch zu einem anderen Pfarrer gehen.) Sie werden ein offenes Ohr für alle Ihre Fragen, Wünsche oder Ängste finden. Haben Sie keine Angst - es wird auf keinen Fall eine Glaubensprüfung werden. Nicht die Kirche steht im Mittelpunkt, sondern Sie mit Ihrem Anliegen.

Der nächste Schritt ...
... ist Ihre Entscheidung: Sie wollen Mitglied werden! Dann müssen Sie nur noch einen formlosen Antrag zur Aufnahme in die Kirche schreiben. Schicken Sie diesen an den Gemeindekirchenrat Ihrer neuen Gemeinde. Sie werden dann zu einem Gottesdienst mit Abendmahl eingeladen. Die Teilnahme am Abendmahl ist der feierliche Abschluss Ihrer Aufnahme in die evangelische Kirche.

Sie sind noch nicht getauft ...
... dann dauert es mit Ihrem Eintritt etwas länger. Sie müssen getauft sein, wenn Sie Mitglied unserer Kirche sein wollen. Warum das so ist, was die Taufe bedeutet, welche Rechte und Pflichten mit ihr verbunden sind - all das werden Sie in Gesprächen mit Ihrer Pfarrerin / Ihrem Pfarrer erfahren. Sie / er wird mit Ihnen über wichtige und grundlegende Fragen des christlichen Glaubens sprechen und versuchen, Ihnen Antworten auf Ihre diesbezüglichen Fragen zu geben. Denn der Glaube kommt aus dem Hören, wie die Bibel sagt und Sie sollen wissen können, warum Sie Mitglied der Evangelischen Kirche werden.

Und bezahlen ...
... müssen Sie für Ihren Eintritt gar nichts. Als Mitglied der Kirche zahlen Sie allerdings - sofern Sie lohn- oder einkommenssteuerpflichtig sind - Kirchensteuer. Die beträgt neun Prozent der Lohn- bzw. Einkommensteuer. (Nähere Informationen zum Thema Kirchensteuer und Geld finden Sie hier.) Was Ihre Kirche mit diesem Geld macht, das können Sie nachlesen. In jedem Jahr legt sie sorgfältig und öffentlich Rechenschaft über ihre Finanzen ab.

12 Gründe für den Kircheneintritt

Kirche für mich

1. Der Glaube an Gott, trägt mich mein Leben lang: Jesus Christus ist mein Trost im Leben und im Sterben.
Die Kirche ist die Gemeinschaft der Glaubenden.

2. Jesus Christus hat mich frei gemacht: In der Verantwortung vor ihm kann ich mein Leben verantwortungsbewusst gestalten. Die Kirche hilft mir dabei, nicht mich zum alleinigen Maßstab aller Dinge zu machen.

Kirche für andere

3. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. In ihrer Verkündigung erfährt der Mensch, dass er nicht allein sein muss. Durch die Gegenwart Gottes kann die Einsamkeit zum Ort der Gottesbegegnung werden.

4. In der Kirche können Menschen an einer Hoffnung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinaus reicht.

5. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernst- und angenommen.

6. In den sozialen Einrichtungen der Kirche engagieren sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen für den ganzen Menschen.

7. Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auf die weltweite christliche Gemeinschaft.
Das verbindet und stiftet Nähe.

Kirche für die Gesellschaft

8. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.

9. Die Kirche besitzt mit ihren Gebäuden wertvolle Orte der Ruhe, der Schönheit  und der Besinnung.

10. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr.
Sie geben den Menschen Ruhe und Kraft. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage in Verantwortung vor
Gott und in Verantwortung für die Menschen zu erhalten.

11. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.

12. Die Kirche achtet jeden Menschen als Geschöpf Gottes. Ihre Verkündigung gilt allen Menschen und ist ein Beitrag zur Solidarität mit den Schwachen.